Pferderennen: Viel Gefühl und Rückwärtsdrall
Von Stefan Freiwald | 14. August 2011 | Kategorie: Menschen, Neuste Meldungen | 1 Kommentar »
Waldo Parpalioni kommentiert mit 80 Jahren immer noch täglich das Pferderennen auf dem Stoppelmarkt. Foto: Freiwald
Eine ruhige Hand ist die halbe Miete. Aber was braucht man sonst, um beim Pferderennen vorne zu sein? Diesem Spiel, bei dem man einen Ball in eine von 16 Löchern rollen muss. Und nur die beiden roten mit der Nr. 3 darauf geben richtig Punkte. Drumherum sind es sieben Zweier und sieben Einer. Wer einmal nicht trifft, hat es schon schwer, Anschluss zu finden.
So richtig möchte Waldo Parpalioni nicht herausrücken mit den Tricks und Kniffen zum Pferderennen. Er betreibt den Stand seit mehr als 30 Jahren und hat schon Generationen von Pferdenarren gesehen, berichtet er.
Bloß keinen Seitwärtsdrall
Wir haben uns umgehört. “Du musst einen Rückwärtsdrall erzeugen, sagt unser Video-Stoppelblogger Amon Thein, der schon als Kind oft den ersten Preis abgesahnt hat. Dabei komme es darauf an, der Kugel keinen Seitwärtsdrall zu verpassen. “Dann dauert es zu lange, bis die Ball ins Loch fällt”, meint Amon. Mit viel Gefühl, versteht sich. Und viel Übung gehört natürlich auch dazu. Parpalioni kann schon nach den ersten zwei Würfen sehen, ob einer es drauf hat.
Dennoch: Etwas Unbefangenheit helfe auch, meint der 80-jährige Schausteller Parpalioni. “Kinder können das Spiel oft am besten.” Oder solche Menschen, die schon von Kindheit an zu ihm kommen und immer wieder absahnen. Für einen Euro gibt es bei einem Sieg die freie Auswahl.
1979 kommt Pferderennen nach Deutschland
Es war vor mehr als 30 Jahren als das Pferderennen bei einer Messe in Deutschland vorgestellt wurde. Der Schausteller aus Ostwestfalen hatte die Idee gekauft und tingelte als erster damit durch die Republik. Neulich durfte er bei “Schlag den Raab” auftreten, als Stefan Raab und sein Herausforder um viel viel Geld Kugeln rollten.
Diese Kugeln werden laut des Schaustellers nur in England produziert. Sie sind zu seinem Leidwesen Sammlerstücke unter Kirmesbesuchern. Mehr als 50 Stück pro Jahr müsste er in England nachbestellen”, sagt Parpalioni.
Seit einigen Jahren reitet sogar ein Kamel im Feld mit. “Wenn das gewinnt”, berichtet Parpalioni und lächelt, “sage ich immer: Bin Laden ist auf der Flucht.”
Was ist eure Taktik beim Pferderennen? Gebt uns einen wertvollen Tipp!

Wirklich netter und lesenswerter Beitrag – trotzdem präferiere ich weiterhin das herkömmliche Pferderennen; da kann man auch gewinnen, wenn man so grobmotorisch veranlagt ist, wie ich…